DANIEL DRESSLER - UNTER.TON | MAGAZIN FÜR KLANG- UND SUBKULTUR

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DANIEL DRESSLER

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ICH GEBE ES ZU: ICH BIN EIN MUSIK-NERD. EINER, DER ALLES ÜBER EINEN SONG, EINE GRUPPE,EINEN MUSIKER ODER EINE MUSIKERIN IN ERFAHRUNG BRINGEN WILL.

UND DAS EIGENTLICH SCHON SEIT MEINER KINDHEIT.


Meine Schulkameraden gingen am Freitag nach der Schule zu ihren Kumpels, um Videospiele zu spielen oder auf dem Bolzplatz zu kicken. Ich verschanzte mich in die Bibliothek und las Rock- und Poplexika. In meinem pubertären Größenwahn verfasste ich sogar eine Biografie über die Band Ultravox, die ich zu jener Zeit für mich entdeckt hatte (und die bis zum heutigen Tag meine absolute Lieblingsband geblieben ist).

Mein Werk wurde natürlich nie veröffentlicht. Aber von da an wusste ich, dass ich über Musik schreiben will. Und wo ging das besser, als bei der Schülerzeitung? Meine ersten Besprechungen waren zwar ungelenker Natur, aber mein Musikgeschmack kristallisierte sich langsam heraus. Ich schrieb über Böhse Onkelz, Rammstein, Die Krupps, Einstürzende Neubauten, Welle:Erdball, The Speed Freak; später dann über Apoptygma Berzerk, Dorsetshire oder Goethes Erben - und wurde zum überzeugten Fan elektronischer Musik mit Hang zur Melancholie.

Meine eigentliche Liebe galt aber stets den frühen 80ern- dem Sound der New Romantics.

Mit der Volljährigkeit wurde ich auf das Nachtleben neugierig. Doch mit meinen Vorlieben war in meiner Heimatstadt München wenig Staat zu machen, zumal die meisten Tanztempel mit seichtem Pop oder R’n'B (was ja auch schwarze Musik ist, aber... eben eine andere) aufwarteten. Irgendwann fand ich eine kleine Veranstaltung, die bis heute besteht – zuletzt unter dem Namem “Pop im Nox”. Es war die musikalische Heimat, die ich immer gesucht hatte. Der DJ spielte dort all die Songs laut, die ich sonst nur gedämpft in meinem kleinen Kinderzimmer hören konnte.

Fortan war ich überzeugter, schwarzer Clubgänger.

Und dann kamen die Konzerte: Apoptygma Berzerk war die erste Band, die ich live erleben durfte. Das war 2000 und ich hätte sie beinahe nicht gesehen. An diesem Abend wurde nämlich der Tourbus aufgebrochen und von Dieben komplett ausgeräumt, weswegen es natürlich fraglich war, ob APB in Anbetracht der Tatsachen überhaupt spielen würden. Ich gab die Hoffnung nach anderthalb Stunden Warten auf, setzte mich ins Auto und wollte losfahren. Aber Dank der Elektronik (!) blieb der Motor tot – und mir letztendlich nichts anderes übrig, als zu warten. So kam ich dann doch noch in den Genuss der Elektroniker aus Skandinavien. Komische Fügung des Schicksals – als das Konzert zu Ende war, sprang das Auto wieder an. Ganz so, als wenn nie etwas gewesen wäre.

2001 verfasste ich meine erste “richtige” Rezension für das Online-Portal ELEKTRAUMA. Es war zu “Futureperfect” von VNV Nation. Kurze Zeit später wurde ich freier Mitarbeiter beim ORKUS. Mittlerweile schreibe ich für das GOTHIC Magazine und den ZILLO - Plattenkritiken, Interviews und Konzertberichte.

Als Freier Redakteur habe ich leider nicht immer die Möglichkeit, alle aus meiner Sicht interessanten Bands zu präsentieren. Die Gründe sind mannigfaltig: Bestimmte Musikgruppen passen stilistisch nicht in das Portfolio des jeweiligen Magazin oder haben nicht die entsprechende "Relevanz". Und leider spielt auch das Geld eine Rolle.

Mit UNTER.TON fallen diese Barrieren endlich für mich weg. So kann ich über all jene Themen berichten, die mir wichtig erscheinen – frei, unabhängig, unvoreingenommen.

Viel Vergnügen beim Lesen!
                                                                                                                                                                                                                       
|| DANIEL. |      


FOTOS: © ANTJE BISSINGER.
      
                                                                                                                                                                                   © || UNTER.TON 2014 |

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