UNTER.TON | MAGAZIN FÜR KLANG- UND SUBKULTUR

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KURZ ANGESPIELT 6/16: ELEKTRONIK SCHÖÖÖN!
"Don't Believe The Hype!" Was heutzutage von gleichförmigen Radiosendern als "Electro"-Nummern feilgeboten wird, ist doch nur das blasse Abziehbildchen dessen, was elektronische Musik wirklich zu leisten vermag. Denn die synthetische Klangerzeugung kann so viel mehr. Vertrackt wie bei Die Form:Musique Concrète, tiefenentspannt wie bei Moderat, verspielt wie bei M83 und elegant wie bei Dani'el, konnten sich die Maschinen bei diesen Künstlern nach Herzenslust austoben. Und es ist eine Wonne, ihnen zuzuhören.
BLANK & JONES: ZEHN MAL ZWÖLF MACHT ACHTZIG TOTAL
Zusammenstellungen von Hits der 80er-Jahre gibt es wie Sand am Meer. Und leider beschränkt sich die Auswahl der Nummern auf die üblich Verdächtigen. Eine Reihe ragt jedoch heraus: "So80s"! Zum mittlerweile zehnten Mal präsentiert das DJ-Paar Blank & Jones ihre neuesten Schätze, derer habhaft zu werden für sie manchmal sehr mühselig ist, wie sie UNTER.TON verrieten.
KURZ ANGESPIELT 5/16: UNBESCHREIBLICH WEIBLICH
Es muss nicht immer blank gezogen werden, um Aufmerksamkeit zu erheischen. Femme Schmidt, Gleis 8 (das Post-Rosenstolz-Projekt von AnNa R.), die Französin Jeanne Added und die female fronted Ethereal Rocker von Twin Flames präsentieren weibliches Selbstverständnis, das als Alternativentwurf zur nervtötenden Fleischbeschau mit Sing-Sang-Einlagen unglaublich wohltuend ist.
"GENIALE DILLETANTEN - SUBKULTUR DER 1980ER-JAHRE IN DEUTSCHLAND": DIE KUNST DER KUNSTVERWEIGERUNG
In England ist Punk zu Beginn der 1980er schon wieder Geschichte - in Deutschland hingegen blüht er in den Kunsthochschulen noch einmal auf. Das Ergebnis waren die "Genialen Dilletanten". Absichtlich falsch geschrieben, bezeichnet der Begriff Künstler aller Sparten, die zu dieser Zeit mit drastisch-anarchischen Ausdrucksformen die Grundfesten der Kulturbetriebe erschüttert haben und den Weg für Video-Clips, Neo-Expressionismus und NDW ebneten. Der Katalog zur gleichnamigen Ausstellung spürt dem Geist von Umsturz und Aufbruch nach.
THYX: "LEIDER IST VIELEN DIE FÄHIGKEIT ABHANDEN GEKOMMEN, SELBST ZU DENKEN"
Normalerweise ist Stefan Poiss' Metier die Zukunft: Der düstere Sci-Fi-Agenten-Thriller, den er als Mind.In.A.Box nun schon über eine Dekade lang erzählt, zieht unzählige Fans in seinen Bann. Mit seinem Seitenprojekt hat er sich immer mehr auf das Hier und Jetzt spezialisiert. Dabei zeigt das neue Album "Headless" bloß, dass ein orwell'scher Staat wohl schon realer ist, als manch einer glauben will. So geriet denn auch das Interview mit dem Musiker zu einem Appell an die Humanität und zur Aufforderung an die Menschen, ihre Hirne in Bewegung zu setzen.
KURZ ANGESPIELT 4/16: EIN KESSEL BUNT(SCHWARZ)ES
Wie eine polychrome Farbpalette lesen sich unsere aktuellen Kurzbesprechungen: Angefangen mit freundlich-pastelligen Tönen von Chilli And The Whalekillers, endet es schließlich doch mit satt-schwarzen Klängen eines Dan Scary. Dazwischen finden sich wunderbare Schattierungen und feine Nuancen, die Sivert H
øyem und Rigna Folk ihren elektrifizierten Saiteninstrumenten entlocken.
RUFUS WAINWRIGHT VS. ROME: SHAKESPEARIANER UNTER SICH
Happy Deathday, Mr. Shakespeare! 400 Jahre unter der Erde und immer noch in aller Munde: Mal wieder muss der gute alte Willi seine
geistigen Hinterlassenschaften der gegenwärtigen Kunst zur Verfügung stellen. Doch bei dem ästhetischen Alleskönner Rufus Wainwright kann man sicher sein, dass "Take All My Loves - 9 Shakespeare Sonnetts" eine würdige Adaption der Poeme werden würde. Aber auch Jerôme Reuter, einer der regsten Köpfe der hiesigen Neo-Folk-Szene, veröffentlicht mit seiner Band Rome das fulminante Mini-Album "Coriolan", welches auf das Stück "Coriolanus" basiert. Zwei unterschiedliche Herangehensweisen, die beide Male Shakespeare mehr als gerecht werden.
KURZ ANGESPIELT 3/16: GROSSARTIGES IM KLEINFORMAT
Das Ableben der physischen Single scheint fast schon besiegelt. Als wenig haptisches Vergnügen eines Downloads findet das Miniformat lediglich seine Existenzberechtigung. Doch sie sowie ihre größere Schwester - die EP - bieten den unnachahmlichen Vorteil knackiger Hitkomprimierung, wie diese Bands mit ihren gekonnten Veröffentlichungen belegen.
ASP: HÖHEPUNKT EINES GOTHIC-NOVEL-INTERMEZZO
Fortsetzung folgt: Das bizarre Liebesverhältnis zwischen Paul und der Spukgestalt "Astoria" dehnen Asp und seine Männer im zweiten Teil ihrer Saga weiter aus. Es beginnt ein nervenzerreibender Kampf des Protagonisten mit seiner eigenen Obsession. Breitband-Dunkel-Rock und eine bilderreiche Erzähltechnik machen "Verfallen Folge 2: Fassaden" dabei zu einem gelungenen Abschluss dieses Mini-Zyklus
RICHARD ANDERSON: SPURENSUCHER IN DER ELEKTRO-URSUPPE
Mit "Close To The Noise Floor - Formative UK Electronica 1975-1984" veröffentlicht das britische Cherry Red Record ein spannendes Kompendium kauziger Synthesizer-Nummern made in Britain, auf der Schnittstelle zwischen Punk und New Romantic. Für diese etwas andere Zeitreise zeichnet Richard Anderson verantwortlich, der uns an seiner Passion für die analogen Maschinenklänge teilhaben lässt und über die Entstehung dieses Samplers Auskunft gibt.
ENNO SEIFRIED: "ICH MAG DEN CHARME DES MORBIDEN"
Für die einen sind sie unzumutbare Schandflecke, für die anderen große Erlebnisplätze undverwunschene Tore in eine von der Zeit vergessene Welt. Leerstehende und dem Verfall preisgegebenen Bauwerke üben eine besondere Faszination aus - auch auf Regisseur Enno Seifried, der mit seinen emotionalen Dokumentationsfilmen die so genannten "Lost Places" in seiner Heimatstadt Leipzig und jüngst auch im Harz aufspürt. Im aufschlussreichen Gespräch mit UNTER.TON erzählt er über die Liebe zum Verfall und den Gefahren, die solchen Projekten zwangsläufig innewohnen - und warum er abgerissenen Gebäuden nicht unbedingt eine Träne nachweint. Begonnen hat alles übrigens 2012 mit dem Streifen "Geschichten hinter vergessenen Mauern", den wir euch exemplarisch vorstellen wollen.
ASP: "WIR ERFORSCHEN DAS UNBEKANNTE UND DAS FREMDE - AUCH DAS UNS FREMD GEWORDENE IN DER MITTE"
Eine Gruselgeschichte, die in Deutschland spielt, sollte es sein: Mit der zweiteiligen "Verfallen"-Saga der Gothic-Novel-Rocker ASP
verwirklichte der Frontmann zusammen mit dem Fantasy-Autor Kai Meyer eine Horror-Story, die in der Ruine des einstigen Leipziger Aushängeschild, dem Hotel "Astoria", verortet ist. Im vergangenen Herbst erschien der erste Teil "Astoria", am 1. April folgt nun der nun die Fortsetzung "Fassaden". Wir blicken zusammen mit Frontmann hinter selbige, erörtern die Schönheit des Verfalls und sinnieren mit dem selbsternannten Architektur-Pessimisten über Chancen und Risiken der Modernisierung.
KURZ ANGESPIELT 2/16: NEU AUFGELEGT, GUT AUFGELEGT
Wiederveröffentlichungen sind so eine Sache: Im schlimmsten Fall
handelt es sich um eine unnötige, mit krudem Bonus-Material zugeschütteten Editionen, deren einziger Zweck darin besteht, einen schnellen Euro zu generieren. Im besten Fall allerdings helfen solche Neuauflagen, bestehenden Wucherpreisen für die Originale den Kampf anzusagen. Und manchmal entdeckt man (fast) vergessene Schätze aus einer gar nicht so fernen Zeit, die sich mittlerweile aber wie Lichtjahre entfernt anfühlt.

DAVE GAHAN UND MARTIN GORE: DIE LETZTEN TAGE DER G.-UND-G.-MONARCHIE?
Längst sind Veröffentlichungen aus dem ruhmreichen Hause Depeche Mode zu eher müden Pflichtprogrammen avanciert. Die gesteigerten Solo-Aktivitäten der beiden Federführenden Dave Gahan und Martin Gore verstärken zudem das Gefühl, dass die nächste gemeinsame Platte, die im kommenden April in Angriff genommen wird, auch schon die Letzte sein könnte. Wir blicken kritisch zurück und schauen skeptisch in eine ungewisse Zukunft von Depeche Mode.
EWIAN:"MIT GOTT ALS MANIFESTE ERSCHEINUNG KANN ICH NICHTS ANFANGEN"
Der Mensch ist ein Meister des Verdrängens - egal, ob als Individuum oder im Kollektiv. Die Erscheinungsformen dieses psychologischen Phänomens verarbeitete Ewian auf ihrem aktuellen Album "We Need Monsters". Wir begaben uns im Interview mit dem Frontmann und seinem Mitstreiter Jannis Körfer-Peters in Freud'sches Fahrwasser, sprachen über Ohnmachtsanfälle auf dem Dachboden - und warum das Plüschalien "Jacob" mittlerweile ein unverzichtbarer Wegbegleiter geworden ist.
BROR GUNNAR JANSSON: DER GROSSE BLONDE MIT DER SCHWARZEN SEELE
Seine äußere Erscheinung ist unspektakulär, ja, fast schon bieder. Doch wenn Bror Gunnar Jansson zu singen anfängt, weiten sich Pupillen und Trommelfelle der Hörerschaft. Mit den beiden Alben "Bror Gunnar Jansson" und "Moan Snake Moan" beschreitet der Mann aus Göteborg die weitverzweigten Blues-Pfade so souverän wie seine Geistesbrüder am Mississippi. Ein Hoochie-Coochie-Man aus dem Land der Köttbullar.
KURZ ANGESPIELT  1/16: VERSTECKTE MEISTERWERKE
Neues Jahr, neue Rubrik: In "Kurz angespielt" werden wir Euch ab jetzt in loser Reihenfolge einen kleinen, aber profunden Überblick über neue, vergessene, interessante und unentdeckte Tonträger aus allen Spielarten der Klangerzeugung präsentieren. Den Anfang machen unter anderem düstermelancholisches Liedgut aus Österreich, popelektronische Tiefgang-Chansons aus Deutschland und verträumt-psychedelische Melodien aus Kanada. Für einen spannend-entspannten Start in 2016.
BEBORN BETON: KARUSSELL DES LEBENS
Wiedersehen macht Freude. Im Falle von Beborn Beton mussten aber erst 16 Jahre ins Land ziehen, ehe die melancholischen Synthie-Popper aus Essen das lang erhoffte Lebenszeichen von sich gaben. Immerhin trägt das aktuelle Album den Titel "A Worthy Compensation", zu deutsch: "Angemessene Entschädigung". Reine Untertreibung angesichts eines perfekt produzierten Albums, welches das Trio quasi aus dem Stand heraus wieder an die Spitze einer zuletzt nicht immer fantasievollen Elektronik-Gemeinde katapultiert.
TOP 5: STILLE NACHT, (UN-) HEILIGE NACHT
Die alljährliche Weihnachtsbeschallung muss nicht immer gleich kitschig sein. Pünktlich zum Fest aller Feste gibt's von uns die fünf alternativen Wege zum lamettafreien Musik-Genuss. Wir wünschen allen Lesern entspannt-erholsame Feiertage und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr.
KRAFTWERKS ERBEN: IM SCHATTEN DER ROBOTER
Mit deutscher Gründlichkeit verwaltet der letzte Ur-Karftwerk'ler Ralf Hütter den Nachlass der Elektro-Pioniere bis hin zum musealen Starrsinn. Doch es geht auch anders: Karl Bartos und jüngst Wolfgang Flür zeigen, in welche Richtung es mit dieser Gruppe hätte gehen können, stünden sie noch immer vor ihren Computern. Indes beschreitet das Erste Wiener Heimorgelorchester völlig andere Wege, um das Erbe der vielleicht wichtigsten deutschen Band am Leben zu erhalten: Gesammelte Werke aus Freude an der elektronischen Klangerzeugung. Ton ab!
APOPTYGMA BERSERK: IRRUNGEN UND WIRRUNGEN
Einst waren sie die neuen Helden der elektronischen Musik. Doch am Ende ihres schwermütigen Synthie-Pop-Pfads erwischten die Norweger die Kurve nicht: Mit effekthascherischen Emo-Gitarren brach sich das Projekt am Ende selbst das Genick. Jetzt steht Mastermind Stephan Groth wieder alleine da, bastelt gedankenverloren an experimentellen Electro-Tracks – und das ohne Sicht auf ein neues Album. Eine wehmütige Bestandsaufnahme.
SCHWARZE SCHALE, HOHLER KERN: SUCHBILD MIT GRUFTI
Neue Mode braucht das Land! Pünktlich zu Halloween flattert dieser Tage auch der aktuellste Prospekt eines schwedischen Textil-Anbieters in die Briefkästen der Republik. Dabei gibt es überraschend saure Inhalte frei Haus: Der Fashion-Riese mausert sich in diesem Winter zur Boutique Gothique - und erklärt seinen höchst eigenwilligen Gruftie-Style zum Must-Have der Saison.
EWIAN "WE NEED MONSTERS": GLAUBE, LIEBE, HOFFNUNG
Rückblick: Es ist Oktober, wir schreiben das Jahr 2014, und unserer Postfach wartet plötzlich mit völlig unerwarteten Erkenntnissen auf. Tatsache: Der winselnde Biedermeier-Pop im Polo-Shirt konnte Deutschlands Dichter und Denker nicht töten. Sie sind immer noch unter uns, und man muss sie gar nicht mal mit der Lupe suchen. Bestes Beispiel: Das Ewian-Debüt "Good Old Underground", mit dem wir uns vor gut einem Jahr den Glauben an gut gemachte, nonkonformistische Klänge zurückerobern konnten. "We Need Monsters", des Künstlers zweiter Streich, ist die lang ersehnte Fortsetzung dieser musikalischen Reise ins Un(ter)bewusste. Fazit: Poetischer Tiefgang ist auch im Jahre 2015 noch möglich. Und: Verstand und Gefühl schließen einander nicht zwangsläufig aus.
ASP "VERFALLEN": MENSCHEN IM HOTEL
Längst ist der
Glanz des Leipziger Edel-Hotels "Astoria" verblasst. Seine mächtige, das Stadtbild prägende Ruine lässt jedoch noch immer Raum für die abenteuerlichsten Geschichten. Bei den Düster-Barden von ASP gerät sie aktuell zum morbiden Schauplatz einer Horror-Mär, die der Frontmann höchstselbst in Anlehnung an die Story "Das Fleisch der Vielen" des Fantasy-Autors Kai Meyer ersonnen hat. "Verfallen Folge 1: Astoria" zeigt einmal mehr, dass ASPs Gespür für punktgenaue Melodik und entspannten Erzählfluss einfach untrüglich ist.
LEICHTMATROSE: BITTERSÜSSE POP-PRALINEN
Die Liebe als "kackender Vogel" und Anti-Aging-Creme als geruchsintensive Erinnerung an die Verflossene: Abgedroschene Allerwelts-Lyrik findet sich bei Joachim-Witt-Protegé Andreas Stitz mit Sicherheit nicht. Dafür schippert der Leichtmatrose mit "Du, ich und die andern" ganz unbedarft in Richtung Kult-Status.
SOFT CELL UND "MARTIN": NON STOP HORROR PICTURE SHOW
Grau-verregnete Herbststimmung bei mystisch-morbidem Kerzenschein? Das perfekte Ambiente für unseren Klassiker aus dem heimischen Platten-Arsenal! Herzlich Willkommen in der verschrobenen Welt von Martin, dem schaurig-schönen Protagonisten der paranoiden Grusel-Skizze aus dem Hause Almond und Ball! Vorhang auf für ein kleines bisschen Horrorshow...
"WOLKE 4": NEUE DEUTSCHE MITTELMÄSSIGKEIT
Cruel Summer! Masseneinsatz in Funk und Fernsehen sei Dank, ist der dösig-wabernde Wolken-Song von Philipp Dittberner & Marv in diesem Jahr des Deutschen liebstes Sommerlied.
Dabei legt dieses Stück die Bräsigkeit einer fragwürdigen Pop-Kultur offen, die im merkel'schen (Sch-)Lummerland zu einer erschreckend leblosen Hülle geworden ist.
X-BELIEBIG VS. CHICK QUEST: POST-PUNK MADE IN AUSTRIA
Keine Musik für die Massen lieferte die alpenländische "Existenzialistenkombo" Anfang der 80er Jahre. Jetzt ist der schräge Austro-Punk der beinahe vergessenen X-Beliebig erstmals auf CD erschienen. Ebenfalls am Start: Die jungen Wilden von Chick Quest. Auf dem digital veröffentlichten "Vs. Galore" macht das Trio vor, wie spielerisch-anarchisch sich das kauzige Erbe heutzutage verhandeln lässt. Des is leiwand!

NOYCE™: "WENN SICH DIE GRUPPEN MAL WIEDER TRAUEN WÜRDEN, NEUES AUSZUPROBIEREN, WÄRE DAS FÜR DIE SCHWARZE SZENE ELEMENTAR!"
Zum Jahreswechsel
14/15 gab es mit der "Fall[out]"-Single frischen NOYCE™-Electro satt; klanglicher Nachschlag kommt mit dem Longplayer "Love Ends" allerdings erst 2016. Bis es soweit ist, gönnt Chefdenker Florian Schäfer seinen geräuschvollen Mannen und Maschinen für UNTER.TON eine kurze Verschnaufpause: Im Interview erzählt der charmante Perfektionist von Zukunftsängsten, Vaterfreuden und den Oberflächlichkeiten der vermeintlich tiefschürfenden Gothic-Szene.
PARADOX NOW: VERSYNTHT UND ZUGEROCKT!
Die Schweizer können nicht nur Schokolade, sondern sind - spätestens seit Yello - auch heimliche Meister progressiver Sounds. Wie man h
ippe Techno-Yuppies und 80er-Föhnwellen-Schweißband Rocker in musikalisch-spielerischen Einklang bringt, zeigen Paradox Now auf "This Is Neon".
"TRÄUME IM HEXENHAUS": ALLES GRUSELIGE ZUM GEBURTSTAG
Die Kassetten-Kinder von einst sind ganz schön groß geworden. Ihre unerschütterliche Liebe zur vertonten Geschichte jedoch ist geblieben. Wer sich neben "Guilty Pleasure" Benjamin Blümchen auch mal an härtere Stoffe traut, greift dieser Tage gezielt zu "Träume im Hexenhaus": Folge 100 der Hörspiel-Reihe "Gruselkabinett" überzeugt nämlich mit schaurigem Kopfkino im XXL-Format. Fehlt eigentlich nur noch das Popcorn...
JEAN DELOUVROY: "ZU VIEL KONTROLLE IST DAS GLEICHE WIE ANGST!"
Seine Ausbildung ist klassisch; seine Kompositionen: Pure Avantgarde. Er schreibt Musik für Filme, aber auch für Kunst-Performances. Nichts ist unmöglich im Kosmos von Jean Delouvroy. Kleiner Einblick gefällig? Gerne: Im Interview verrät der belgische Freigeist, warum sich Black Sabbath und Pink Floyd zumindest auf dem Plattenteller ganz wunderbar vertragen - und dass tatsächlich auch ausgewiesene Metalheads das strenge Schulsystem eines Musik-Konservatoriums überleben können. Mehr zum aktuellen Doppel-Album a.k.a. Pop- vs. Hochkultur gibt's übrigens in unserem Review.
ACHTUNG: UNTER.TON ZIEHT UM!
Pünktlich zum ersten Geburtstag unseres Online-Magazins gibt's eine räumliche Veränderung: Der Unter.Ton überquert den Weißwurst-Äquator und siedelt in den Norden über. Alle Künstler, die uns ihre Werke schicken möchten, beachten bitte die Adressänderung im Impressum!
THEN COMES SILENCE: SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD
Stille? Von wegen! Auf "Nyctophilian" beschäftigen sich die Stockholmer Psycho-Goth-Rocker von Then Comes Silence mit ihrem unverzichtbaren Haus-und-Hof-Thema: Dem Tod. Dass dieses sperrige Schreckens-Sujet zur Abwechslung mal nicht als larmoyanter Jenseits-Blues begegnet, sondern tatsächlich auch verdammt sexy klingen kann, nimmt Alex Svenson und seinen Jungs ganz sicher keiner übel: Let's talk about death, Baby! Ein bisschen Liebe für dieses gern verdrängte Thema wünscht sich der Frontmann übrigens auch von unserer Gesellschaft: Im Gespräch erzählt Alex, inwieweit die Musik von DAF oder The Doors den aktuellen Longplayer beeinflusst hat - und gibt freimütig zu, dass selbst die schwärzesten Seelen manchmal mächtig Angst vor der Dunkelheit haben.
BLOMA: "MARIHUANA, PARANOIA UND JEDE MENGE KREATIVITÄT!"
Lebe lieber ungewöhnlich: Wenn uneingeschränkte künstlerische Freiheit und ein reger, ideenreicher Geist aufeinandertreffen, muss am Ende einfach etwas Geniales dabei herauskommen. So wie bei Paul Anstey alias Bloma, der auf monotone Büro-Jobs pfeift, gemeinsam mit Frau, Zelt und Gitarre durch die wilde Natur Down Unders streift - und mit seinen düsteren Electro-Sounds ganz unangestrengt das lang ersehnte Utopia konstruiert. Wir durften das Debüt schon einmal "vorkosten"
- und haben dabei eine kleine Sensation entdeckt! Im Interview verrät der Australier, was ihn mit Zauberschüler Harry Potter verbindet, wie die Angst vor einem Sicherheitsbeamten den kreativen Prozess im Studio beflügelt hat - und was er neben Kraftwerk, Brezeln und Bio-Läden als "typisch deutsch" empfindet.
MIND.IN.A.BOX "UNSERE MUSIK IST DER SCHLÜSSEL!"
Stefan Poiss in geheimer Mission: Auf dem aktuellen Silberling "Memories" macht der Wiener Klangtüftler gemeinsame Sache mit dem Ex-Agenten Mr. Black - und gerät mit Mind.In.A.Box plötzlich selbst ins Fadenkreuz der formationstypischen Science-Fiction-Story. Wie sich das dystopische Epos rund um den Ich-suchenden Agent Provocateur in Musik verwandelt anhört, erfahrt ihr hier. Zum brandheißen Interview hat uns Mastermind Stefan übrigens ganz exklusiv ins bandinterne Dreamweb geholt - aber psst! - bitte nicht an feindliche Agenten weitersagen...
UNTER.TON SPECIAL MATT HOWDEN: DER GANZ NORMALE WAHNSINN
Wenn Matt Howden seine Geige mit einem Augenzwinkern zum Leben erweckt, sind seine musikalischen Eskapaden meist weit vom gängig-klassischen Wohlklang entfernt. Unter dem Pseudonym Sieben bearbeitet der charismatische Brite sein Instrument auf höchst innovative Art und Weise. Grund genug also, diesen Ausnahme-Musiker zu Jahresbeginn einmal ausführlicher unter die Lupe zu nehmen. Um den geneigten Hörer in den howden'schen Klangkosmos einzuführen, blicken wir zunächst auf die letzten beiden Alben, "No Less Than All" und "Each Divine Spark". Dann endlich kommt das Projekt RASP zur Sprache, für das der freiheitsverliebte Fidler Cellistin Jo Quail ins Boot holte. Das Besondere an ihrem Erstling "Radiate-Power-Words": Er wurde innerhalb von zwei Tagen komplett erdacht und eingespielt – alles vor den gespannten Augen und Ohren eines handverlesenen Publikums. Im Interview mit UNTER.TON lässt Matt Howden seine persönlichen Highlights aus diesem Projekt noch einmal Revue passieren.
VISUELLES DOPPEL: WASSERGEISTER UND GEHEIME GÄRTEN
Die unnachahmliche Schönheit und immerwährende Poesie der Natur brauchen viel Liebe, aber mit Sicherheit keinen Photoshop. Deshalb gestatten wir es unserem atmosphärischen Zwischenspiel zwar, zwischen den Zeilen nach Belieben zwischen Dichtung und Wahrheit zu changieren - zeigen die Dinge aber, frei von angestrengt künstlerischen Ambitionen, am Ende doch immer nur so, wie sie in den pathetischeren Augenblicken des Alltags tatsächlich zu beobachten sind. Einsichten in eine Welt, die nicht nur betrachtet, sondern vor allen Dingen auch mit allen Sinnen erlebt werden will.

SEITENBLICKE
Von der Redaktion getestet - und einstimmig für gut befunden: Wir empfehlen einen Besuch auf den folgenden Websites  
                                                                                  
                                                                                 
                                                                               

                                                              © ||UNTER.TON | MAGAZIN FÜR KLANG- UND SUBKULTUR | IM NETZ SEIT 02/04/2014. ||

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